Alte Fliesen bekommen einen neuen Platz
Manchmal begegnet uns Geschichte dort, wo wir sie zunächst gar nicht vermuten: unter unseren Füßen.
Während auf Gut Kutzenberg die Räume Schritt für Schritt ihre zukünftige Gestalt bekommen, werden derzeit die Böden verlegt. Dabei zeigt sich einmal mehr, wie sorgfältig bei der Sanierung mit dem historischen Charakter des Gebäudeensembles umgegangen wird.
Was erhalten werden kann, bleibt erhalten
Im Hauptgebäude finden auch die historischen Fliesen wieder ihren Platz. Wo vorhandene Fliesen erhalten und weiterverwendet werden können, werden sie restauriert und in die neuen Böden integriert.
Fehlende oder beschädigte Bereiche müssen ergänzt werden. Dafür kommen neue Fliesen zum Einsatz, die sich in ihrer Gestaltung und ihrem Charakter an den historischen Bestand anlehnen.
So entsteht kein künstlich „neuer“ historischer Raum, sondern ein authentisches Miteinander aus erhaltenen Originalen und behutsamen Ergänzungen.
Jede erhaltene Fliese erzählt dabei ein kleines Stück der Geschichte von Gut Kutzenberg. Sie hat bereits viele Menschen kommen und gehen sehen – lange bevor hier an ein Theaterzentrum zu denken war.
Alt und neu unter einem Dach
Dort, wo künftig Theater gespielt wird, darf es dagegen etwas moderner werden.
Die Theaterbereiche erhalten zeitgemäße Bodenbeläge, die den Anforderungen eines modernen Spiel- und Veranstaltungsbetriebs entsprechen. Schließlich müssen die Räume nicht nur schön aussehen, sondern auch praktisch, belastbar und für ihre zukünftige Nutzung geeignet sein.
Und genau darin liegt ein besonderer Reiz von Gut Kutzenberg:
Historische Räume und moderne Theaterarchitektur begegnen sich unmittelbar.
Alte Mauern, historische Fliesen und restaurierte Bauteile treffen auf moderne Technik, zeitgemäße Ausstattung und Räume, die ganz neue Aufgaben bekommen.
Ein Boden für die Zukunft
Vielleicht ist es ein schönes Bild für das gesamte Projekt: Wir bauen die Zukunft nicht auf Kosten der Vergangenheit.
Wir versuchen, das, was den Charakter von Gut Kutzenberg ausmacht, zu bewahren – und schaffen gleichzeitig die Voraussetzungen dafür, dass hier künftig etwas ganz Neues entstehen kann.
Wenn im Sommer 2027 die ersten Besucherinnen und Besucher durch das Theaterzentrum gehen, werden sie vielleicht gar nicht wissen, wie viele Entscheidungen, wie viel Handarbeit und wie viel Sorgfalt in den Details stecken.
Aber sie werden sie spüren.
In den Mauern.
In den Fenstern.
In den Türen.
Und vielleicht auch in den Fliesen unter ihren Füßen.
Gut Kutzenberg bekommt einen neuen Boden – und damit eine gute Grundlage für seine Zukunft als Theater- und Kulturzentrum.




